Goldglanz und kulinarischer Genuss gehören untrennbar zu Weihnachten. Das luxuriöse GG N°1 Biscuit – the N°1 Biscuit from zuRich ist ein einmaliges Erlebnis für alle Sinne. Eine raffinierte Rezeptur mit auserlesenen Zutaten, aufwendig handverarbeitet in der Zürcher Traditionsbäckerei Imholz, begleitet von einem Flakon funkelnden Goldglimmers, präsentiert in einer edlen Schatulle: Das ultimative Geschenk für die stimmungsvollen Glanzpunkte des Lebens. Die limitierte Weihnachtsedition des glamourösen Biscuits feierte ihre exklusive Premiere am VIP-Opening der Auto Zürich.

Eine einzigartige Kreation zweier Powerladies

GG steht für Gabriela Gerny. Mit ihrer Kosmetikfirma brachte die international tätige Zürcher Jungunternehmerin 2019 N°1, die teuerste Gesichtscreme der Welt, auf den Markt. Im Stiftungsrat der Styger Kinderstiftung traf sie auf Regula Imholz, schwungvolle Trendsetterin, begeisterte Macherin und Foodtruck-Pionierin. Die Idee zum hochedlen Biscuit als exklusive Geschenkidee entwickelten die beiden Powerfrauen im Corona- Winter 2020/21.

«Nach all den Entbehrungen ist nun die Zeit gekommen, sich wieder etwas zu verwöhnen und sich etwas Aussergewöhnliches zu gönnen», ist Gabriela Gerny überzeugt. Oder wie es Regula Imholz ausdrückt: «Exklusiv, raffiniert und limitiert – also goldrichtig für glanzvolle Weihnachten.» Die Kreateurinnen des GG N°1 Biscuit denken aber auch an diejenigen, deren Leben weniger glanzvoll ist. So werden sie aus einem Teil des Erlöses der Weihnachtsedition ein gemeinnütziges Werk unterstützen.

Glanzvolle Premiere in bester Bond-Manier

Die Lancierung des GG N°1 Biscuit im Beisein des Schweizer Bond-Doubles Martin Langanke im Rahmen der Voreröffnung der Auto Zürich haben die engagierten Kreateurinnen nicht ohne Grund gewählt. Die Filmautos des Geheimagenten haben Kultstatus, ebenso wie der Bond-Klassiker Goldfinger. Eine stilechte Kulisse für ein extravagantes Biscuit – ganz im Sinne von treat yourself – you deserve it.

Das exklusive Biscuit wird jeweils als Spezialedition für ausgewählte Vertriebspartner und zu festlichen Anlässen beim 1932 gegründeten Familienunternehmen Bäckerei Imholz AG produziert.

Die Kreateurinnen

Gabriela Gerny hat vor zwei Jahren die weltweit teuerste Kosmetiklinie GG N°1 mit Gesichtscrème und -serum lanciert. Luxus und Nachhaltigkeit schliessen sich für die Zürcher Jungunternehmerin nicht aus. Als erste Schweizer Kosmetikfirma bietet sie seit diesem Jahr die GG N°1 Crème als Refill-Modell an. www.vip-world.ch

Regula Imholz ist Zürichsee-Kind, schwungvolle Trendsetterin und begeisterte Macherin mit langjähriger Erfahrung in Verkauf, Produkt- und Projektmanagement im Dienstleistungssektor und in der Gastronomie. So hat sie u. a. den Food-Truck-Pionier 401dishes gegründet. www.coralrocks.ch

Die Produktionsstätte

Die Bäckerei Imholz AG ist ein 1932 gegründeter Traditionsbetrieb, der heute in 3. Generation täglich Feines für feine Adressen in Zürich backt – aus Tradition mit viel Sorgfalt und Leidenschaft. www.baeckerei-imholz.ch

 

Dieses Wochenende kürte die NZZ Bellevue 9 Zürcher Adressen für besonders gute Croissants – wir sind ganz vorne mit dabei!

Auf Platz zwei stehen die Zürcher Hip-Baristas vom ViCAFE, welche wir seit einiger Zeit täglich mit frischen Backwaren beliefern dürfen. Von nun an wird das ViCAFE also nicht mehr nur für den guten Kaffee, sondern auch für unsere «wunderbar üppig-buttrigen» Croissants bekannt sein.

Lesen Sie hier mehr über die besten Gipfeli-Bäckereien von Zürich.

Ja, auch bei uns wird Brot manchmal trocken. Obwohl wir genau wissen, wie und wo man Brot lagert, um es möglichst lange zu geniessen. Manchmal kommt eben “etwas dazwischen”; Sei es ein überraschender Take-Away-Znacht oder ein spontanes Wochenende in den Bergen. Doch auch trockenes Brot kann noch verwendet werden und heute teilen wir deshalb eine zweite Idee (siehe auch Pancakes aus hartem Brot) mit euch, wie ihr trockenes Brot weiterverarbeiten und so vor der Mülltonne retten könnt. Wenn ihr mehr zum Thema Food-Waste in der Lebensmittelindustrie erfahren möchtet, dann schaut gerne auf diesem Blogpost vorbei.

Vom Brot zum Mehl

Der Grossteil unserer Brote besteht grundsätzlich aus Mehl, Wasser und Hefe und kann so ganz einfach wieder zu “Mehl” gemacht werden. Am besten eignen sich dazu Brote ohne viel “Schnickschnack”, d.h. reine Weizen-, Dinkel- oder Roggenbrote, aber auch Mischbrote, solange sie keinen zu hohen Fettanteil und keine Kernen enthalten.

Wenn ihr das Mehl in einem beliebigen Rezept mit altem Brot ersetzt, dann achtet darauf, dass ihr den Anteil vielleicht etwas erhöhen müsst, da noch etwas Flüssigkeit in den Broten enthalten ist.

Für die Verarbeitung vom Brot zu Mehl, ist es am einfachsten, einen Hochleistungsmixer zu verwenden. Hier müsst ihr darauf achten, dass das Brot genügend trocken ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, könnt ihr das Brot in dünnen Scheiben für einige Minuten im Backofen trocknen (Vorgang im Rezept beschrieben).

Falls ihr keinen Hochleistungsmixer besitzen solltet, so könnt ihr auch einfach auf den alten Plastiksack-und-Walholz-Trick zurückgreifen und das Brot so verkleinern.

Natürlich könnt ihr das Brot im Rezept auch ganz einfach durch Mehl ersetzen, wenn ihr die Guetzli einfach so ausprobieren wollt!

Das braucht ihr:

für 15 Cookies

130gtrockenes Roggenbrot oder beliebiges Brot ohne Kerne und ohne zu hohen Fettanteil
60ggemahlene Mandeln
30gRohzucker
1 TLTapiokastärke
1/2 TLSalz
1/2 TLNatron
120gMandelmus
60gKokosöl, nicht ganz flüssig
60gAhornsirup
etw.Vanilleextrakt
130gSchokolade gehackt

& so geht’s:

  • Ofen auf 180°C vorheizen
Brot trocknen
  • Falls nötig: Brot in dünne Scheiben schneiden und bei 180° ca. 20 Minuten im Ofen backen
  • Brot vollständig auskühlen lassen, bevor ihr die Scheiben weiterverwertet!
  • Scheiben in den Hochleistungsmixer geben (ev. in mehreren Portionen) und solange mixen, bis Mehl entsteht
Für die Cookies
  • Trockene Zutaten vermengen
  • Flüssige Zutaten vermengen
  • Beides vermischen, bis ein etwas krümeliger, aber feuchter Teig entsteht (falls die Masse noch zu trocken ist, etwas mehr Flüssigkeit wie Milch(-alternative) hinzufügen. Falls der Teig zu flüssig ist, etwas mehr Mandeln beifügen).
  • Chocolate-Chips von Hand untermischen
  • 15 Kugeln formen, auf dem Blech verteilen und leicht flach drücken
  • Cookies 10-12 Minuten im vorgeheizten Ofen backen
  • Cookies vollständig auskühlen lassen

Kühl gelagert sind die Cookies mind. vier Tage haltbar. Wenn ihr sie länger aufbewahren möchtet, könnt ihr sie wunderbar einfrieren.

En Guete!

Es ist schon wieder so weit! In unserer Backstube entstehen seit einer Weile wieder Osterleckereien: Vom Osterchüechli mit Puderzuckerhase, über Hasenguetzli bis hin zum Zopfhasen. Doch wie kam es eigentlich dazu, dass ein Hase jedes Jahr die bunten Eier in unseren Gärten versteckt und so zum Symbol für die Osterfeiertage wurde?

Der Ursprung des Osterhasen

Heiliges Tier der Frühlingsgöttin

Im heidnischen Glauben wurde der Hase der Frühlingsgöttin Ostara als heiliges Tier zugeordnet. Hasen galten aufgrund ihrer starken Vermehrung als Fruchtbarkeitssymbol.

Sinnbild für Leben und Wiedergeburt

Eine andere Ursprungstheorie reicht zurück in die Antike: Hier fand man das Hasen-Motiv in Kunst und Architektur wieder. Der Hase galt als Sinnbild für Leben und Wiedergeburt. Später wurden der Hase und das Ei dann zum Sinnbild für die Auferstehung Jesu.

Hase als Mondtier

Etwas mehr Phantasie verlangt die Figur eines Hasen, die im Frühlingsmond erkannt werden kann. Da Ostern am ersten Sonntag des Frühlingsmondes gefeiert wird, wurde das Mondtier Hase auch zum Ostertier.

Das missglückte Osterlamm

Eine weitere Version des Ursprungs erzählt vom missglückten Osterbrot. Traditionellerweise wurde an Ostern ein Brot gebacken, welches die Form eines Osterlammes haben sollte. Jedoch soll sich das Lamm im Ofen verformt und schliesslich eher einem Hasen gleichgesehen haben. So etablierte sich laut dieser Legende der Osterhase.

Und wieso bringt der Osterhase Eier?

Der Brauch des «Eierbringens» reicht weit zurück in die vorchristliche Zeit, wo das Ei als Lebensquelle gesehen wurde. Zu Beginn waren es Vögel, die am Gründonnerstag nach Rom flogen, um die Ostereier abzuholen. Am Karsamstag reisten die Vögel dann wieder zurück und verteilten die Eier willkürlich. Am Ostersonntag sollten die Kinder die Ostereier suchen. Im 19. Jahrhundert setzte sich der Hase als Ostersymbol durch und so brachte von da an er die farbigen Eier.

Wieso genau Eier gebracht werden, hängt vor allem damit zusammen, dass an Ostern die 40-tägige Fastenzeit endet. Während der Zeit des Fastens, wurden die Eier für die Zeit danach aufgespart.

Achtung vor zu hohem Eierverzehr!

Zum ersten Mal schriftlich festgehalten wurde der Osterhase im Jahr 1682 in einer wissenschaftlichen Arbeit des Medizinprofessors Georg Franck von Franckenau. Er beschreibt darin den in Deutschland (und auch in der Schweiz) typischen Brauch, dass der Osterhase Eier im Garten versteckt. Tatsächlich galt seine Arbeit aber nicht der Feier des Osterbrauches, sondern der Warnung vor zu hohem Eierverzehr.

 

So oder so hat der Osterhase seit dem 19. Jahrhundert einen festen Platz in unserem Jahresrhythmus und wird wohl auch dieses Jahr – trotz etwas widrigen Umständen – einige bunte Eier in den Gärten verstecken.

Wir wünschen Ihnen frohe Ostern und einen sonnigen Frühling!

 

 

 

 

 

Ob Berliner, Kreppel oder Pfannkuchen, gemeint ist immer dasselbe: Feine, faustgrosse Hefeteigküchlein im Zuckermantel. Auch unsere Bäcker haben sich an den Klassiker gewagt und dessen Produktion gemeistert. So sind seit dieser Woche Berliner mit Marmelade und Tartufi-Füllung in unserer Hausbäckerei in der Globus Filiale an der Bahnhofstrasse erhältlich. 

Doch was steckt eigentlich hinter der süssen Leckerei? Kommt sie wirklich aus Berlin? Und wie wird sie hergestellt? Zur Feier der Woche haben wir uns schlau gemacht und geben euch einen kleinen Einblick in den Alltag der Imholz-Backstube.

Berliner – der Klassiker der Fasnachtszeit

Die Fasnachtszeit, welche am Abend vor Aschermittwoch endet, bezeichnet die Zeit vor der vierzigtätigen Fastenzeit, während welcher vollständig auf bestimmte Lebensmittel verzichtet wird. Unter anderem auf Fleisch, Eier und Milchprodukte. Traditionellerweise wird deshalb in der Zeit vor der Fastenzeit – also während der Fasnacht – besonders geschlemmt. Nicht nur, um noch einmal richtig zuzuschlagen, sondern auch, um die verderblichen Vorräte wie Fett und Eier aufzubrauchen.

Was würde sich dazu wohl besser eignen, als im Fett ausgebackene Süssgebäcke mit reichlich Füllung und Zuckermantel?

Berliner, Krapfen, Kreppel oder Pfannkuchen

Alleine im deutschsprachigen Raum trägt das süsse Hefegebäck viele Namen. Was in Teilen Westdeutschlands und in der Schweiz «Berliner» genannt wird, heisst zum Beispiel in Hessen und Thüringen «Kreppel», in Bayern und Teilen Österreichs «Krapfen» und in Berlin selbst «Pfannkuchen».

Traditionellerweise wird das Fasnachtsgebäck mit Marmelade gefüllt, aber auch Varianten mit Schokolade, Vanille oder ohne Füllung sind sehr beliebt. Im Puderzucker gewälzt, mit Zuckerguss, Schokolade oder sogar Marzipan überzogen – eines haben alle Varianten gemeinsam: Sie sind beliebt bei Jung und Alt!

Aber wer hat’s erfunden?

Der Ursprung der Gebäckballen geht zurück ins Jahr 1756. Damals wurde ein Zuckerbäcker aus Berlin als Kanonier in den Krieg einberufen. Da er sich aber schon bald als wehruntauglich erwies, diente er schliesslich als Feldbäcker. Aus Hefeteig formte der Zuckerbäcker faustgrosse Ballen, die an Kanonenkugeln erinnern sollten. Da auf dem Feld kein Backofen zur Verfügung stand, backte er die Kugeln im heissen Fett aus.

Herstellung

Auch unsere Bäcker haben sich vor einiger Zeit daran gemacht, das süsse Fasnachtsgebäck zu meistern und so duftet unsere Backstube seit einigen Wochen nach den süssen Gebäckballen.

Schritt 1: Teigherstellung und Gären

Als erstes wird ein süsser Hefeteig hergestellt. Die daraus geformten Ballen kommen in den Gärraum, wo eine für die Hefe optimale Temperatur herrscht.

Schritt 2: Frittieren

Die faustgrossen Berlinerteiglinge werden, nachdem sie etwas ausgekühlt sind, im heissen Fett ausgebacken. Der Vorgang wird vier mal wiederholt (2 mal pro Seite), sodass sich beide Seiten goldbraun färben.

Schritt 3: In Zucker wälzen

Die noch heissen Berliner werden dann in Zucker gewälzt. So bleibt dieser haften und sorgt für eine süsse Kruste.

Schritt 4: Füllen

Sobald sie etwas ausgekühlt sind, werden die Berliner gefüllt: Von Hand wird die jeweilige Füllung – Marmelade oder Tartufi Crème – in den Teig gepumpt. Gleich danach, wird der gefüllte Berliner mit Puderzucker bestreut und fertig ist der süsse Leckerbissen.

Berliner nach Imholz-Art

Ihr könnt unsere Berliner seit dieser Woche im Globus an der Bahnhofstrasse und bald auch in weiteren Globus Filialen kaufen. Kommt vorbei und probiert den Fasnachtsklassiker!

«[…] Mehr als die Hälfte der Ernte wird aber gar nie vom Menschen gegessen, sondern zu Tierfutter verarbeitet, bleibt im Regal liegen oder verschimmelt im Abfall eines Schweizer Haushalts oder eines Restaurants. Das ist ein Problem.» [Unser täglich entsorgtes Brot, NZZ, 20.01.2021]

Lesen Sie hier mehr über die vermeidbaren Verluste in der Lebensmittelindustrie und erfahren Sie, weshalb rund 55% des für Brot und Backwaren angebauten Getreides nie gegessen werden.

Nach 68 Jahren haben wir unseren Standort in Zürich Wiedikon verlassen und sind weiter südlich gezogen. Seit Mitte September planen, produzieren und verpacken wir in unserer neuen, topmodernen Produktionsstätte eingangs Adliswil. 

Erfahren Sie mehr über unseren neuen Standort und wie Sie uns finden können:

Unsere neue Location

Mehl ist eines der wichtigsten und ältesten Lebensmittel. Weltweit wird es verwendet, um daraus die verschiedensten Backwaren herzustellen.

Doch leidet vor allem Weizenmehl zunehmend unter dem Ruf «ungesund» zu sein und so wird mehr und mehr auf alternative Mehlsorten zurückgegriffen. Doch ist am schlechten Ruf des Weizenmehls auch etwas dran und was ist denn überhaupt «Mehl»?

«Mehl» ist das Produkt des Mahlprozesses

In der Mühle wird das Korn zu Mehl vermahlen. Grundsätzlich ist jedes Mehl also das Produkt eines Mahlprozesses. Doch genau hier wird ein wichtiger Entscheid gefällt, der die Eigenschaften des Mehles stark beeinflusst.

Egal, ob Weizen-, Dinkel oder Roggenmehl, jedes dieser Getreidemehle kann nämlich zu verschiedenen Graden ausgemahlen werden. Um das zu verstehen, schauen wir uns am besten ein Getreidekorn genauer an:

Vereinfacht gesagt, besteht jedes Getreidekorn aus Samenschale, Mehlkörper und Keimling. Jedoch werden nicht immer all diese Bestandteile in der Mühle zermahlen. Basierend darauf wie viel welcher Bestandteile vermahlen wird, entstehen verschiedene, sogenannte Mehltypen, welche grob in Weissmehl, Halbweissmehl, Ruchmehl und Vollkornmehl unterteilt werden können.

 

Die Bedeutung der «Zahlen auf dem Mehl»

Dieser sogenannte «Ausmahlungsgrad» ist stark mit dem Mineralstoffgehalt der jeweiligen Mehle verbunden. Da sich in der Schale des Korns am meisten Mineralstoffe befinden, können wir uns merken: Je höher die Zahl auf der Packung, desto höher der Anteil an Körnerschalen und desto höher der Anteil an Mineralstoffen, Ballaststoffen und pflanzlichem Eiweiss im Mehl. Grundsätzlich gilt: Pro 100g enthält ein Mehl des Types 400 400mg Mineralstoffe.

Diese Unterteilung erfolgt länderspezifisch. In deutschen oder französischen Rezepten sind deshalb andere Mehltypen aufgeführt, als dass wir sie in der Schweiz kennen.

Weissmehl (Typ 400 oder 550)

Weissmehl wird vorwiegend aus dem inneren Teil des Getreidekorns – dem Mehlkörper – gewonnen und enthält nur einen geringen Anteil an Schalenteilen. Folglich ist Weissmehl hell, mineralstoffarm und besitzt einen hohen Kleberanteil.

Weissmehl besitzt hervorragende Backeigenschaften, was es ideal für Kuchen, helle Brote, Baguettes und Konditoreierzeugnisse macht.

Halbweissmehl (Typ 720)

Bei der Vermahlung vom Korn zu Halbweissmehl, werden etwas mehr Schalenteile vermahlen, wodurch der Mineralstoffgehalt etwas höher ist als der des Weissmehls. Halbweissmehl eignet sich sehr gut für Mischbrote, hellere Brote und als Grundlage für verschiedenste Mehlmischungen.

Ruchmehl (Typ 1100)

Dabei handelt es sich um ein Mehl mit hohem Eiweiss-, Mineralstoff- und Vitamingehalt. Es enthält einen relativ hohen Anteil an äusseren Randschichten des Korns und besitzt deshalb auch einen ausgeprägteren Geschmack.

Wir verwenden Ruchmehl gerne für dunkle Backwaren, Brote mit einer knusprigen Kruste oder für Mischbrote.

Vollkornmehl (Typ 1900)

Vollkornmehl enthält fast das gesamte Getreidekorn (mind. 98%), weshalb es am meisten Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine beinhaltet. Vollkornmehl ist ideal für eine vollwertige Ernährung mit dunklen Broten oder anderen gesunden und ballaststoffreichen Backwaren.

 

Ist Weizenmehl wirklich ungesund?

Vor allem im letzten Jahrhundert wurde der Weizen sehr stark gezüchtet: Noch mehr Erträge und eine noch einfachere Verarbeitung sollten die Versorgung einer stetig wachsenden Bevölkerung sichern. All diese Errungenschaften hatten jedoch auch ihren Preis und so enthält der sogenannte «moderne Weizen» nur noch geringe Mineralstoffanteile.

Jedoch muss nicht auf Weizen verzichtet werden, um sich «gesund» zu ernähren. So enthält ein Weizen-Vollkornbrötchen nämlich mehr Mineral- und Ballaststoffe als ein helles Dinkelbrötchen. Entscheidend in der Frage, wie «gesund» ein Brot ist, ist nämlich nicht die Mehlsorte allein, sondern vor allem dessen Ausmahlungsgrad.

Dies bedeutet jedoch nicht, auf den Sonntagszopf und das geliebte Gipfeli am Wochenende verzichten zu müssen. So heisst «sich gesund zu ernähren» vor allem, eine Balance zu finden und diese auch geniessen zu können!

 

 


Bei der Aufbewahrung von Brot scheiden sich oft die Gemüter; In Papier oder Plastik, im eigens dafür gekauften Brotsack, im Brotkasten oder doch im Kühlschrank?

Im folgenden Artikel wollen wir mit einigen Mythen rund um die Lagerung von Backwaren aufräumen und Ihnen ein paar Tipps und Tricks verraten, wie Sie Ihr Brot mithilfe der richtigen Lagerung so lange wie möglich geniessen können.

Die Brotaufbewahrung ist eine Gratwanderung zwischen Austrocknung und Schimmelbefall. Es gilt also, einen Kompromiss zwischen Erhalt und Abgabe von Feuchtigkeit zu finden. Verliert ein Brot zu viel Wasser, so trocknet die Krume rasch aus, wird es jedoch zu feucht gelagert, so drohen Schimmelbefall und eine aufgeweichte Kruste.


Der Prozess der Retrogradation

Hinter alle dem steht ein Prozess, der Retrogradation genannt wird: Durch die in den Mehlen enthaltene Stärke wird Wasser in den Backwaren gebunden. Dieses wird nach und nach wieder an die Umwelt abgegeben.
Bei Temperaturen zwischen -7°C und +7°C wird dies stark begünstigt. Wir raten deshalb stark davon ab, Ihr Brot im Kühlschrank aufzubewahren. Das Brot bleibt dadurch nämlich nicht länger frisch, sondern trocknet sogar bis zu drei Mal schneller aus.
Lediglich, wenn im Sommer feucht-warme Temperaturen herrschen, kann die Lagerung im Kühlschrank einen Vorteil bringen, da so Schimmelbefall vermieden werden kann.

 

Papier- oder Plastiktüte?

Auch dies ist eine Frage, die uns nicht selten gestellt wird. Mit unserem Wissen über Retrogradation scheint die Antwort jedoch simpel zu sein: Durch die Saugkraft des Papiers wird die Feuchtigkeit, welche vom Brot abgegeben wird, aufgenommen. Das Brot ist so einerseits vor Austrocknung, andererseits aber auch vor zu viel Feuchtigkeit geschützt.
Aus einem Plastiksack hingegen kann die Feuchtigkeit nicht entweichen; Das Brot beginnt «zu schwitzen», wodurch die Kruste schnell aufgeweicht und Schimmelbildung begünstigt wird. Dies ist also nur in speziellen Fällen, zum Beispiel bei Frischbackbroten im Kühlschrank, angezeigt.
Idealerweise lagert man sein Brot in einem Stoffsack aus Leinen – ein Material, welches sowohl luftdurchlässig ist, als auch Feuchtigkeit speichert.

Im Brotkasten – aber wo?

In vielen Haushalten oder auch Gastro-Küchen werden Backwaren in einem Brotkasten gelagert. Hiervon gibt es diverse Ausführungen, welche sich jedoch nicht alle zur Lagerung von Brot eignen. Damit die abgegebene Feuchtigkeit aus dem Brotkasten entweichen kann, muss dieser entweder aus einem atmungsaktiven Material, wie z.B. Holz, bestehen oder mit Löchern versehen sein.
Lagert man seine Brote in einem holzigen Brotkasten, so muss jedoch darauf geachtet werden, dass das Holz nicht zu viel Wasser aus den Broten «zieht». Am besten legt man seine frischen Backwaren deshalb in der Papiertüte in den Brotkasten.

Zudem sollte auch auf die Platzierung des Brotkastens geachtet werden. Zu nahe am Kochfeld oder anderen Wärmequellen kann durch Wasserdampf Feuchtigkeit und damit Schimmel entstehen. Am Fenster hingegen droht das Brot durch den Luftzug auszutrocknen.

 

Geheimtipp aus «alten Zeiten»: Brottopf aus Ton oder Keramik

Über seine unglasierte Oberfläche nimmt ein Brottopf aus Ton oder Keramik Wasser auf und transportiert es nach aussen. Jedoch nimmt Ton nicht nur Feuchtigkeit auf, sondern gibt sie bei Bedarf auch wieder ab. Ideal ist ein Topf mit glasiertem Inneren und unglasiertem Deckel. Sodass dieser leicht zu reinigen ist, während der Deckel für den notwendigen Luftaustausch sorgt.

Entscheidend ist auch die Brotsorte

Wie lange sich das gekaufte Brot hält, entscheidet sich schon mit der Wahl der Sorte. Grundsätzlich gilt: Dunkle Backwaren bleiben länger frisch. Je höher der Weizenanteil, desto schneller die Austrocknung. Entscheidend ist hierbei die Fähigkeit des Mehles, Wasser zu binden.

Folgende Daumenregeln können verwendet werden:

Weizenbrot: zwei Tage
Roggenbrot: drei bis vier Tage
Vollkornbrot: sieben bis neun Tage

Was tun, wenn das Brot schimmelt?

Grundsätzlich gilt: Erst bei Schimmelbefall ist ein Brot ungeniessbar. Tritt dieser Fall ein, so sollte das Brot immer komplett entsorgt werden, da die Schimmelsporen das gesamte Brot durchziehen. Um Schimmel vorzubeugen, ist es wichtig, den Brotkasten regelmässig mit Essig und Wasser zu reinigen. Denn schon kleinste Brotkrümel können zur Schimmelbildung führen.


Brot einfrieren

Und wenn dann doch einmal zu viel eingekauft wurde oder sich die Lust auf Brot auf dem Nachhauseweg abgeflacht hat, so kann Brot problemlos in Portionen oder am Stück bis zu drei Monate im Tiefkühler gelagert werden.

Ihre eingefrorenen – oder übrigens auch alle anderen Backwaren – können Sie ganz einfach bei Bedarf aus dem Tiefkühler nehmen, mit etwas Wasser befeuchten und im auf 180°C aufgeheizten Backofen nachbacken. Die Backzeit können Sie je nach gewünschter Kruste wählen. Wenn das Brot ganz aufgetaut in den Backofen gelegt wird, dann sind ca. 4-6 Minuten für Kleinbrote und 10-15 Minuten für Grossbrote eine Richtzeit.

Zusammenfassend gilt:

Idealerweise bewahrt man seine Backwaren bei Zimmertemperaturen zwischen 18°C und 22°C an einem Ort auf, wo die Luft zirkulieren kann.

Denken Sie jedoch immer daran, dass Brot erst dann ungeniessbar ist, wenn es anfängt zu schimmeln. So kann auch ein Weizenbrot wunderbar noch am dritten oder vierten Tag aufgebacken oder getoastet genossen werden und muss keinesfalls schon am Tag nach dem Kauf im Abfall landen.

 

Glutenfreies Brot richtig aufbewahren

Anders als unser herkömmliches Brot, sollten unsere glutenfreien Backwaren stets im Kühlschrank gelagert werden, um eine optimale Haltbarkeit zu garantieren. Dies liegt insbesondere daran, dass glutenfreie Mehle das Wasser weniger gut speichern können und die Produkte deshalb schneller als anderes Brot austrocknen. Für einen optimalen Genuss kann man auch diese Brötchen wunderbar noch kurz aufbacken (bitte an die Glutenfreiheit des Backofens/Toasters denken!)

«Brot ist das Zentrum des Familientisches und das Grundnahrungsmittel mit den meisten Bezügen zu anderen Produkten.»

So Daniel Kunz im Gault-Millau-Artikel «Fünf Lieblingsdelikatessen des Globus-Chefs». Er zeigt unser Oliven-Ciabatta, das in der hauseigenen Bäckerei täglich von Hand frisch geformt wird, 24 Stunden gehen kann und natürlich aus besten Zutaten besteht. Die grünen Oliven und das Chiarello-Olivenöl für den Teig kann man in der Delicatessa auch im Glas beziehungsweise in der Flasche kaufen. Sie stammen aus einem Familienbetrieb in Sizilien und sind so sorgfältig und mit Liebe hergestellt wie das Brot selbst.

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