Ob Berliner, Kreppel oder Pfannkuchen, gemeint ist immer dasselbe: Feine, faustgrosse Hefeteigküchlein im Zuckermantel. Auch unsere Bäcker haben sich an den Klassiker gewagt und dessen Produktion gemeistert. So sind seit dieser Woche Berliner mit Marmelade und Tartufi-Füllung in unserer Hausbäckerei in der Globus Filiale an der Bahnhofstrasse erhältlich. 

Doch was steckt eigentlich hinter der süssen Leckerei? Kommt sie wirklich aus Berlin? Und wie wird sie hergestellt? Zur Feier der Woche haben wir uns schlau gemacht und geben euch einen kleinen Einblick in den Alltag der Imholz-Backstube.

Berliner – der Klassiker der Fasnachtszeit

Die Fasnachtszeit, welche am Abend vor Aschermittwoch endet, bezeichnet die Zeit vor der vierzigtätigen Fastenzeit, während welcher vollständig auf bestimmte Lebensmittel verzichtet wird. Unter anderem auf Fleisch, Eier und Milchprodukte. Traditionellerweise wird deshalb in der Zeit vor der Fastenzeit – also während der Fasnacht – besonders geschlemmt. Nicht nur, um noch einmal richtig zuzuschlagen, sondern auch, um die verderblichen Vorräte wie Fett und Eier aufzubrauchen.

Was würde sich dazu wohl besser eignen, als im Fett ausgebackene Süssgebäcke mit reichlich Füllung und Zuckermantel?

Berliner, Krapfen, Kreppel oder Pfannkuchen

Alleine im deutschsprachigen Raum trägt das süsse Hefegebäck viele Namen. Was in Teilen Westdeutschlands und in der Schweiz «Berliner» genannt wird, heisst zum Beispiel in Hessen und Thüringen «Kreppel», in Bayern und Teilen Österreichs «Krapfen» und in Berlin selbst «Pfannkuchen».

Traditionellerweise wird das Fasnachtsgebäck mit Marmelade gefüllt, aber auch Varianten mit Schokolade, Vanille oder ohne Füllung sind sehr beliebt. Im Puderzucker gewälzt, mit Zuckerguss, Schokolade oder sogar Marzipan überzogen – eines haben alle Varianten gemeinsam: Sie sind beliebt bei Jung und Alt!

Aber wer hat’s erfunden?

Der Ursprung der Gebäckballen geht zurück ins Jahr 1756. Damals wurde ein Zuckerbäcker aus Berlin als Kanonier in den Krieg einberufen. Da er sich aber schon bald als wehruntauglich erwies, diente er schliesslich als Feldbäcker. Aus Hefeteig formte der Zuckerbäcker faustgrosse Ballen, die an Kanonenkugeln erinnern sollten. Da auf dem Feld kein Backofen zur Verfügung stand, backte er die Kugeln im heissen Fett aus.

Herstellung

Auch unsere Bäcker haben sich vor einiger Zeit daran gemacht, das süsse Fasnachtsgebäck zu meistern und so duftet unsere Backstube seit einigen Wochen nach den süssen Gebäckballen.

Schritt 1: Teigherstellung und Gären

Als erstes wird ein süsser Hefeteig hergestellt. Die daraus geformten Ballen kommen in den Gärraum, wo eine für die Hefe optimale Temperatur herrscht.

Schritt 2: Frittieren

Die faustgrossen Berlinerteiglinge werden, nachdem sie etwas ausgekühlt sind, im heissen Fett ausgebacken. Der Vorgang wird vier mal wiederholt (2 mal pro Seite), sodass sich beide Seiten goldbraun färben.

Schritt 3: In Zucker wälzen

Die noch heissen Berliner werden dann in Zucker gewälzt. So bleibt dieser haften und sorgt für eine süsse Kruste.

Schritt 4: Füllen

Sobald sie etwas ausgekühlt sind, werden die Berliner gefüllt: Von Hand wird die jeweilige Füllung – Marmelade oder Tartufi Crème – in den Teig gepumpt. Gleich danach, wird der gefüllte Berliner mit Puderzucker bestreut und fertig ist der süsse Leckerbissen.

Berliner nach Imholz-Art

Ihr könnt unsere Berliner seit dieser Woche im Globus an der Bahnhofstrasse und bald auch in weiteren Globus Filialen kaufen. Kommt vorbei und probiert den Fasnachtsklassiker!